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Ostersonntag ... auf dem Weg ins Leben

Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.

Offenbarung 1,18

Strahlend, hell und klar stehen die Worte „ich bin lebendig“ in der Mitte des Wochenspruches. Wären diese Worte nicht heller und strahlender, wenn die Auferstehung Jesu nicht nur ein Gegenstand des Glaubens wäre, sondern eine bewiesene Tatsache? Aber das ist sie ja nicht. Und wenn Leid, Not und Tod keinen Platz mehr in unserer Welt hätten, dann würden alle, wirklich die ganze Welt, Ostern feiern. Aber so ist es ja nicht. 

Kann die Osterbotschaft trotz fortlaufenden Karfreitags- und Hiob-Erlebnissen Glauben und Vertrauen finden? Ist sie nicht irreal, viel zu weit hergeholt? Wie eine weltfremde, gar aberwitzige Fantasie? In Goethes „Faust“ steht der bekannte Satz: „Die Botschaft hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ 

Woher kommt der Osterglaube? Wie kommen und bleiben wir bei so einem Glauben?

Nicht nur als kritische Christenleute dürfen wir – wie der hilflose Vater – Jesus bitten: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Markus 9,24) 

Auch, wenn jemand noch keinen fröhlichen Osterglauben hat, sondern im Gegenteil viele Zweifel – der Auferstandene lässt sich bitten. Er weist niemanden ab. 

Und noch etwas von Johann Albrecht Bengel, dem großen Ausleger der Heiligen Schrift. Bengel macht einmal folgende schöne Aussage zum christlichen Glauben: Mira et subtilis fidie. „Etwas Wunderbares und Subtiles ist es mit dem Glauben.“ Zweifellos: Die Auferstehung Jesu ist das Wunder aller Wunder. Und kein kleineres Wunder ist der Glaube an den lebendigen Christus. Halleluja! Christus ist auferstanden. Stimmt mit ein: "Er ist wahrhaftig auferstanden!" Lasst Euch ins Leben mitnehmen!

 

Ein fröhliches Osterfest 

wünscht Pfarrer Achim Gerber