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Musik in meiner Kirche

Posaunechor an der Christuskirche zu Kronach

Posaunenchor

Der Posaunenchor an der Christuskirche zu Kronach kann auf eine über 90jährige Tradition zurückblicken. Mehr als zwölf Mal im Jahr bereichern die Bläser mit dem herrlichen Klang ihrer Instrumente die Gottesdienste an Weihnachten und Ostern, zu den Konfirmationen und an anderen Festagen.

Anlässlich der 150 jährigen Gründungsfeier der Christuskirche 2011 wurden zwei Auftragskompositionen an KMD Dieter Wendel und Prof. Dr. Enjo Schneider vergeben. Die Uraufführungen fanden im Rahmen des Festgottesdienstes am 25. September 2011 statt.


Die erste internationale Konzertreise des Posaunenchores fand Ende Oktober 2014 statt und führte nach Oberitalien in die Stäte Venedig (San Marco, Basilica SS. Giovanni e Paolo), Verona (Chiesa S. Bernardino) und Mantova (Chiesa S. Francesco).


Der Chor

Posaunenchor an der Christuskirche zu Kronach

Leitung

Marius Popp, Dekanatskantor

Träger

Evangelisches Dekanat Kronach

Besetzung

Posaunenchor

Probe

jeweils mittwochs von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus hinter der Christuskirche

Beitrag

kein Mitgliedsbeitrag

Kontakt

Marius Popp, Marius.Popp@elkb.de


Konzertreise 2014

Klänge aus Kronach im Markusdom

Bericht aus dem "Fränkischen Tag", vom 27.10.2014

Das feierliche Spiel der Blechblasinstrumente: Es vermittelt mit seinem eindringlichen Klang Freude und Trost, Geborgenheit und Zuversicht. So war es auch an diesem "oktobergrauen" Abend im evangelischen Gemeindehaus in der Kronachallee, wo der Posaunenchor unter Leitung von Dekanatskantor Marius Popp für seine Konzertreise nach Italien probte. Was für ein Klangerlebnis würde es erst sein, wenn diese Musik in der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Venedigs, dem Markusdom, erklingt?

Nun, gestern war es so weit: Bei den ersten Auftritten seiner Konzertreise ließ der Posaunenchor sowohl in der Basilica San Marco als auch in der Basilica SS. Giovanni e Paolo in Venedig seine Instrumente zum Lobe Gottes erklingen - am heutigen Montag geht es in die Chiesa San Bernardino nach Verona sowie am morgigen Dienstag in die Chiesa San Francesco nach Mantova. Das Konzert in Verona kommt kehlkopfkrebserkrankten Menschen zugute, das in Mantova ist für die Renovierung der dortigen Orgel bestimmt. In Verona und Mantova war Popp bereits im vergangenen Jahr mit dem von ihm gegründeten und geleiteten Süddeutschen Ärztechor und Süddeutschen Ärzteorchester zu Gast, als man in insgesamt vier oberitalienischen Städten - Cremona, Mantova, Como und Verona - Verdis Requiem zur Aufführung brachte. Mit dabei waren auch vier hochkarätige italienische Opernsolisten, von denen drei bei der kürzlich in Seibelsdorf - vom Dekanats-Chor Kronach, dem Konzertchor Coburg Sängerkranz und dem Popp-Consortium - dargebotenen Messa da Requiem zu hören waren. Popp: "Für die italienische Gesellschaft kehlkopfkrebserkrankter Menschen (Associazione Oncologica Italiana Mutilati della Voce) ist unser Konzert eine willkommene Plattform, um ihre Arbeit in der Öffentlichkeit vorstellen zu können", weiß der Dekanatskantor, der sich noch immer ergriffen von den Erlebnissen im vergangenen Jahr zeigt. Damals trat man zugunsten der vom Erdbeben 2012 geschädigten Kirchen im Raum Mantova auf: ein Engagement, das man nun heuer fortführt - sehr zur Freude von Popp, der langjährige Freundschaften nach Italien pflegt. Ihm ist es auch zu verdanken, dass immer wieder hochkarätige Künstler aus Italien den Weg nach Kronach finden. So war beispielsweise Roberto Micconi, Organist von San Marco in Venedig, beim internationalen Orgelzyklus an der Christuskirche zu Gast, während der Organist Carlo Benatti aus Mantova ebenfalls bei Verdis Requiem in Seibelsdorf mitwirkte.

Im Posaunenchor wirken nicht nur Bläser und Bläserinnen aus Kronach und der näheren Umgebung mit, sondern auch aus dem Raum Pegnitz, Nürnberg, Erlangen und sogar München. "Wir haben Freunde, die in der Posaunenarbeit zuhause sind, angesprochen und gefragt, ob sie gerne eine Reise unternehmen wollen", erzählt Popp. Hoher musikalischer Anspruch Im Vorfeld gab es eine ganze Reihe von Proben - zuletzt täglich im evangelischen Gemeindehaus oder in der Christuskirche in Kronach. Da im Posaunenchor jede Stimme hörbar ist, ist der musikalische Anspruch hoch. Der Dekanatskantor achtete daher auf kleinste Nuancen und stimmte die dargebotenen Stücke bis in die letzten Feinheiten ab.

Auf dem Programm in Italien stehen Musikaufführungen aus mehreren Jahrhunderten. "Die Werke stammen aus dem 16. bis ins 19. Jahrhundert - von der Renaissance bis in die hohe Romantik", verrät Popp. Zu hören sind insbesondere Tonschöpfungen italienischer und deutscher Komponisten - so unter anderem Antonio Vivaldi, Andrea Gabrieli, Emilio de Cavalieri, Giuseppe Verdi, Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach oder Felix Mendelssohn Bartholdi. Damit will man einen Beitrag zur Freundschaft beider Länder leisten und zum Kulturaustausch beitragen. "Wir verstehen uns als Kulturträger. Das ist ein ganz wichtiger Gedanke dieser Reise", betont Popp. Für den europäischen Gedanken hat er das Programm auch mit Werken von norwegischen und russischen Komponisten bereichert: Edvard Grieg (Ave maris stella) sowie Alexander Glasunow (In modo religioso) - mit Sicherheit eine Stückauswahl, die man nicht "alle Tage" zu hören bekommt.